Solidaritätserklärung an die Belegschaft von Vio.Me

Mit Wut und Empörung haben wir vernommen, dass die alten Besitzer versuchen, mit juristischen Tricks den Betrieb zu liquidieren und damit ihr Werk der Zerstörung zu vollenden. Was auch immer die Richter am 23. März entscheiden werden, lasst Euch nicht vertreiben und verteidigt die Fabrik! Als praktisches Zeichen unserer Solidarität werden wir hier in Österreich weiterhin die Seifen von Vio.Me verkaufen. Jedes Stück Seife steht als Symbol für eine künftige Art von Produktion und Austausch, die der ganzen Gesellschaft dient, ohne Ausbeutung und ohne Chefs. Es ist diese Botschaft, die mit dem Vertrieb der Seifen von Vio.Me verbreitet wird.

Das ist die Form der Unterstützung, die wir aus der Ferne leisten können nebst der Erklärung unserer uneingeschränkten Solidarität mit Eurem Kampf. Wir bedauern, dass wir nicht vor Ort sein können, wenn es gilt, Vio.Me auch mit unserer physischen Präsenz zu verteidigen. Doch wir sind überzeugt, dass es Tausende aus ganz Griechenland sind, die herbeiströmen werden, um Vio.Me zu schützen. Denn Vio.Me gehört der ganzen Gesellschaft. Und die Gesellschaft wird Vio.Me gegen alle Angriffe verteidigen, weil die Menschen wissen, dass Vio.Me für ein Leben in Würde steht.

Ihr habt bewiesen, dass es nicht zu Ende ist, wenn der Eigentümer nicht mehr will und die Arbeiter_innen nach Hause schickt. Ihr habt gezeigt, dass es eine Alternative zu Entlassungen, Betriebsschliessungen und Arbeitslosigkeit gibt: Wenn die Arbeiter_innen ihr Leben in die eigenen Hände nehmen, brauchen sie keine Chefs, um die Produktion zu organisieren. Das ist der Ausweg aus der Krise der kapitalistischen Ausbeutung. Ihre Krise ist unsere Chance! Schaffen wir zwei, drei, viele Vio.Me! Euer Kampf ist auch unser Kampf! Hände weg von den Fabriken!

in uneingeschränkter Solidarität mit eurem Kampf

Jour Fixe – Gewerkschaftslinke Wien, 19. März 2015

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